Das Leben auf dem Saturn

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Das Leben auf dem Saturn - Bilder von Eugen J. Winkler

Der Bisorhiohiohio

BISORHIOHIOHIO, der größte Fisch auf dem Planeten Saturn

Der größte aller Fische dieses Weltkörpers ist der sogenannte Bisorhiohiohio.1 – Dieser Fisch befindet sich ungefähr auf derselben Stufe wie unser Erd-Walfisch, ist aber, was seine Form betrifft, außerordentlich verschieden von unserem Walfisch. Er hat einen etwa 200 Meter hohen, vollkommen runden Kopf, und sieht somit einer Kugel gleich, welche zweihundert Meter im Durchmesser hat und sich in der Mitte bis ganz nach rückwärts öffnen läßt. Dieser Kopf hat weder Zähne noch Finnen, sondern sowohl der untere als der obere Teil dieses großen Rundrachens ist eine vollkommen flache und harte Scheibe. An deren hinterstem Teile oder an der Vormündung des weiten Schlundes befindet sich eine lange, dehnbare Doppelzunge, welche dieser Fisch gebraucht, um die zwischen den zwei Rachenscheiben zerquetschte Nahrung in den Schlund zu ziehen. – An den Kopf schließt sich der eigentliche Mittel- oder Hauptleib des Fisches. Dieser ist bei einem gut ausgewachsenen Fisch nicht selten nahe sechstausend Meter lang und dreitausend Meter vom Bauche bis auf den Rücken hoch. Da, wo er am dicksten ist, hat er nicht selten einen Durchmesser von nahezu zweitausend Meter. An dem Leib ist ein etwa zweitausend Meter langer Schweif, welchen dieser Fisch vorzugsweise zu seinen Bewegungen und Wendungen im Wasser benützt. Auf dem Rücken dieses Fisches sind äußerst starke und nicht selten über zweihundert Meter im Durchmesser habende Flossen angebracht. (Die durchschnittliche Größe eines Saturnmenschen beträgt ca. 17 Meter!) Am Bauch befinden sich zwei Schwimmarme, ungefähr so wie bei unseren Seehunden oder Walrosse n.
Mit ein bischen Phantasie kann man sich leicht vorstellen, daß dieser Fisch, wenn er auf irgendeinem Land unserer Erde zu liegen käme und noch dazu seine Rückenflossen ausspannen möchte, da mit den höchsten Bergen der Erde wetteifern dürfte. Er wird aber selbst von den Saturnbewohnern bald ein schwimmender Berg, bald eine schwimmende Insel, oder auch ein schwimmendes Land genannt; einige nennen ihn auch den Wasserplaneten.

Dieser Fisch wird auch nicht gefangen, jeder Saturnbewohner hat einen außerordentlich großen Respekt vor ihm, denn wenn sich irgend etwas auf der Oberfläche des Wassers ihm naht, macht er alsbald seinen großen Kugelkopf auf, schießt mit großer Schnelligkeit auf den im Wasser schwimmenden Gegenstand zu und zerquetscht durch die große Schwere und Kraft des Kopfes denselben, sobald er in seinen Rachen geraten ist, und verzehrt ihn. – Zum größten Glück aber bewohnt dieser Fisch zumeist nur die Polargegenden des Planeten, welche vermöge ihres immerwährenden Schnees und Eises für die Saturnbewohner noch viel unzugänglicher sind als für uns Erdbewohner die Polargebiete. Daher geschieht es auch äußerst selten, daß irgendwo ein solcher Fisch von den Bewohnern des Saturn gesehen wird.

Der BISORHIOHIOHIO im Eismeer

Wenn er aber in den nördlicheren Teilen der Saturnländereien, wo er sich zumeist aufhält, von einem oder dem andern Saturnbewohner gesehen wird, so gilt das allezeit für eine schlimme Vorbedeutung. Diese Menschen flüchten da auch alsbald in die innersten Teile der Länder; denn sie sind der Meinung, dieser Fisch sei von den schlimmen Geistern des Eises zu ihrem Untergang dahingesandt worden. An eine Stelle, wo ein solcher Fisch gesehen wurde, getraut sich dann lange Zeit kein Saturnmensch mehr seinen Fuß zu setzen. Aus diesem Grund geschieht es auch, daß die nördlichen Teile des Saturn, das heißt seine dortigen Ländereien, entweder gar selten oder zumeist gar nicht bewohnt werden.

Dieser Fisch ist demnach der größte und zugleich auch allerbeachtenswerteste dieses ganzen Planeten. Ihm zur Seite steht aber noch eine zahllose Klasse von Fischen und Amphibien aller erdenklichen Art, welche sich wohl unterscheiden in der Größe, Form und Tauglichkeit. So gibt es neben diesem Riesenfisch noch etwa hundert weitere Arten, welche sich, was die Größe betrifft, mit unserem Walfisch gar wohl messen könnten.

 

Dezember 2010 - jl-sat 17/4-9

Saturn